Sandvík ist die erste isländische Welle, die du auf dem Weg vom Flughafen erreichst: zwanzig Minuten von Keflavík, an der Westküste der Halbinsel Reykjanes. Sand, links und rechts, bei Westsüdwest-Dünung mit Ostnordost-Offshore, mit Strömungen, die daraus einen Strand für Fortgeschrittene machen und keinen Lernstrand.
Der Februar ist der beste Monat. Rechne in einer Woche hier mit drei Tagen, für die sich das Rauspaddeln lohnt: Dünung mit einem Wind, der sie in Ruhe lässt. An zwei weiteren steht Dünung an, die der Wind zerreißt, und ganz ohne bleibt es selten.
Das Wasser liegt je nach Saison bei 6 bis 12 °C, also 5/4 mit Haube, Handschuhen und Füßlingen, im Hochwinter 6/5. Das ist der eigentliche Preis einer Reise hierher, noch vor dem Flug.
Und du wirst sie für dich haben. Nicht ruhig: leer. Schwarzer Sand, der Atlantik, und niemand zwischen dir und ihm. Diese Leere ist der Grund, hierher zu fahren statt an eine wärmere Küste, und deshalb kommt man zu zweit.
Spot-Steckbrief
- Level
- Fortgeschritten, Sehr gut
- Welle
- Links und rechts
- Untergrund
- Sand
- Wasser
- 6 – 12 °C
- Neopren
- 6/5 mm + Haube → 5/4 mm + Haube
- Swell-Fenster
- SW – W
- Idealer Wind
- ENE
- Wie oft es läuft
- Beständig
- Andrang
- ●○○○○
- Gefahr
- ●●●○○
Ein Monat in Zahlen
Im Februar, dem Monat, den die Vorhersage-Guides für diese Küste hervorheben:
Anteile des Monats, aus den veröffentlichten Vorhersagestatistiken. Das Modell arbeitet mit einem Raster, benachbarte Spots teilen sich also einen Wert: Das beschreibt einen Küstenabschnitt, nicht diese Welle allein. Die übrigen elf Monate sind nicht veröffentlicht.
Worauf du achten solltest
- Strömungen
Technische Werte aus veröffentlichten Surf-Guides. Wo zwei Quellen sich widersprechen, sagt der Steckbrief es.
