Sieben Nächte sind das Format, das überall verkauft wird, und es ist das richtige: Fünf lassen zwei Tage Akklimatisierung und drei Tage Surfen. Was folgt, ist kein Campprogramm, sondern die Abfolge der Entscheidungen in der Reihenfolge, in der sie kommen.
Vor der Abreise: drei Dinge, die zehn Minuten kosten
Der Flug landet in Agadir, 45 Minuten vom Dorf. Es ist der einzige sinnvolle Flughafen: Marrakesch liegt drei Autostunden entfernt und lohnt sich nur, wenn du die Reise verlängerst.
Der Transfer ist bei manchen Camps ab sieben Nächten inklusive und kostet sonst rund 20 € pro Fahrt. Lass ihn dir vor der Buchung schriftlich geben: Das ist die Zeile, die man zuerst vergisst.
Das Board bleibt zu Hause. Der Sperrgepäckzuschlag schlägt fast immer die Miete vor Ort, und ein Softboard auf Wochenbasis ist das richtige Werkzeug, solange du nicht weißt, was du fahren willst.
Der Ablauf
| Tag | Wo | Warum |
|---|---|---|
| 1 | Ankommen, schauen | Anchor Point von der Straße ansehen |
| 2 – 3 | Banana Beach, Niedrigwasser | Sand, um den Stand zu finden |
| 4 | Imsouane | Die einzige Welle, die bei jeder Tide läuft |
| 5 | Pause oder kurze Session | Vier Tage am Stück verkraftet der Körper schlecht |
| 6 | Boilers, halbe Tide | Die nächste Stufe |
| 7 | Anchor Point, halbe Tide | Wenn Tag 4 und 6 gut liefen |
Zwei Dinge erklären diese Reihenfolge. Zuerst die Tide: Anchor Point und Boilers laufen nur bei halber Tide, man kann sie also nicht täglich aneinanderreihen. Dann die Müdigkeit: Tag 5 ist kein Komfort, er ist das, was Tag 6 möglich macht.
Wenn du eine Zeile mitnimmst: Der Imsouane-Tag gehört in die Wochenmitte, nie ans Ende. Es ist der Tag, an dem man am meisten lernt, und als Abschied ist er verschenkt.
Was die Woche kostet
Rechne mit 40 bis 70 € pro Tag vor Ort, Essen und Extras inklusive, plus das Camp. Die hier veröffentlichten Steckbriefe reichen von 21 € pro Nacht bei Surf Berbere bis 95 € bei Hashpoint: Über sieben Nächte ist der Abstand kleiner als ein Board im Frachtraum.
Der Flug ist die eigentliche Variable. Er entscheidet über das Budget, das Camp über die Woche.
Was den Plan kippen lässt
- Zu viel Swell. Alles rutscht Richtung Sand und Richtung Süden. Ein Camp, das seinen Ausweichspot benennt, hat schon daran gedacht.
- Früh aufkommender Wind. Sessions vorziehen, nicht verschieben.
- Alles machen wollen. Zwei Sessions am Tag halten ohne Routine drei von sieben Tagen, nicht mehr.
Häufige Fragen
Wirklich sieben Nächte?
Ja, und es ist die beste Ausgabe der Reise. Von fünf auf sieben verdoppelt die Zahl echter Surftage.
Braucht man einen Mietwagen?
Nein, wenn das Camp die Transfers übernimmt, was die meisten tun. Ja, wenn du Imsouane im eigenen Tempo willst statt als Tagesausflug.
Und im Sommer?
Bei 0,7 m Swell im Juli ergibt dieser Ablauf keinen Sinn: Alles spielt sich an den Beachbreaks ab. Der Saison-Guide führt die zwölf Monate aus.
Die Spots sind über den Guide zu Taghazout dokumentiert.
