Nicaragua hat fast jeden Morgen des Jahres Offshore-Wind, und das ist eine geografische Eigenheit, keine Marketingformel.
Der riesige Nicaraguasee liegt direkt hinter der Pazifikküste und erzeugt ein Temperaturgefälle, das die Luft nahezu dauerhaft aufs Meer hinausdrückt. Ergebnis: gut stehende, saubere Wellen an einer Küste, die ohnehin Südswells bekommt. Wenige Orte der Welt bieten diese Regelmäßigkeit.
Die Zone um Popoyo und San Juan del Sur bündelt die meisten Spots und Unterkünfte. Die Küste ist kürzer als die des benachbarten Costa Rica, was die Wege vereinfacht.
Die beste Zeit läuft von April bis Oktober, wenn die Südswells ankommen. Der Rest des Jahres bleibt surfbar und ist deutlich ruhiger.
Das Land verlangt etwas mehr Selbstständigkeit als Costa Rica: weniger Infrastruktur, weniger Englisch, einfachere Straßen. Dafür sind die Spots leerer und die Preise niedriger.
Für wen das ist: für Fortgeschrittene, die saubere Wellen ohne Menge wollen, und für begleitete Anfänger an den geschützten Stränden im Süden.

