Der Juli ist der Tiefpunkt des nordspanischen Jahres. Das Dünungsfenster ist zu, die berühmte Linke hat nichts zum Brechen, und die Strände laufen knie- bis hüfthoch auf der Windsee, die sich der Golf von Biskaya selbst macht.
Ehrlich gesagt ist das Surfen im Juli nicht der Grund, hier zu sein. Der Grund ist San Sebastián, zwanzig Minuten östlich von Zarautz, eine der dichtesten Essensstädte Europas, wo die Bars ihr Essen auf den Tresen stellen und man von einer zur nächsten zieht, statt sich zu setzen. Die Küstenstraße nach Westen reiht Fischerorte im Abstand einer Stunde, und das alles geht zu Fuß, kostet wenig und hat bis zwei Uhr früh offen.
Wer im Juli Wellen braucht, bekommt die Antwort an der anderen spanischen Küste: Der atlantische Teil Andalusiens ist windiger, südlicher und auf genau die Saison gebaut, die diese hier nicht hat.

