Im Mai setzt sich der Südwestmonsun durch. Er bringt Wind und Regen an die Süd- und Westküste und weht zugleich ablandig an der Ostküste. Für deine Reise heißt das: Weligama, Midigama und Ahangama sind vorbei, und die Wellen sind jetzt rund um Arugam Bay.
Dort geht es schnell. Pottuvil Point, die lange Rechte am Nordende der Bucht, gibt im Mai schon fünf von sieben Tagen mit surfbarer Dünung und glattem Wasser, so viel wie die besten Riffe des Südens im Januar. Die übrigen Points kommen im Lauf der Wochen dazu. An dieser Küste verliert man Tage an zu kleine Dünung, kaum an den Wind: wer hier die Vorhersage liest, schaut auf die Wellenhöhe, nicht auf die Windrichtung.
Plane die Anreise ein. Arugam Bay liegt sechs bis acht Stunden vom Flughafen, quer über die Insel und nicht an der Küste entlang. Das ist ein Reisetag, und ein Flug, der abends landet, kostet dich einen zweiten. Vor Ort verteilen sich vier Points über ein Dutzend Kilometer: Main Point über Korallen, dazu Peanut Farm, Whiskey Point und Elephant Rock, alles rechte Wellen. Zu Fuß geht da nichts; ein Tuk-Tuk gehört zur Reise, und die Camps fahren ihre Gruppen.
Der Mai ist der ruhigste Monat der Ostsaison. Der Ort macht gerade auf, die Preise sind niedrig, und auf den Points ist wenig los. Das Wasser hat 29 °C. Für Anfänger ist es noch zu früh, weil die sanften Points mehr Dünung brauchen, als der Mai meist schickt. Wer schon surft und Welle mit Ruhe will, kommt jetzt; wer Leute und Abende sucht, wartet auf Juli oder August.

