Im Oktober ist der Südwestmonsun vorbei und der Nordostmonsun noch nicht da. Keine der beiden Küsten hat ihren verlässlichen Wind, und es ist der schwächste Monat des Jahres auf der Insel. Schwach heißt aber nicht leer.
Im Osten hält sich das Ende der Saison. Pottuvil Point, die lange Rechte am Nordende der Bucht von Arugam Bay, gibt im Oktober noch vier von sieben Tagen mit surfbarer Dünung und glattem Wasser, die beste Ausbeute der Insel in diesem Monat. Der Ort drumherum schließt allerdings: die Hälfte von Arugam Bay hat im Oktober zu, und die sanften Points, auf denen Anfänger lernen, bekommen kaum noch genug Dünung.
Im Süden beginnt es von vorn. Der Wind ist dort noch unberechenbar, und Plantations in Midigama wie die Bucht von Weligama geben nur einen guten Tag pro Woche. Mit jeder Woche wird es besser, und im November sind es an Plantations vier. Hiriketiya, eine Hufeisenbucht am östlichen Ende der Südküste, ist im Oktober die beste Adresse im Süden: zwei Landzungen wickeln die Dünung ein, und die Bucht hält eine Welle, wenn die offenen Strände zumachen. Rechts ist Sand, wo die Schulen arbeiten, links ein Riff mit Felsen.
Dafür ist der Oktober der günstigste Monat des Jahres. Nichts ist ausgebucht, du kannst kurzfristig entscheiden, und die Camps im Süden öffnen gerade wieder. Wer schon surft, fährt in der ersten Monatshälfte nach Osten. Wer lernt oder die Südküste will, nimmt die zweite Hälfte in Hiriketiya oder Weligama. Wer nur wegen der Wellen fliegt und seine Daten verschieben kann, wartet auf den November.

