Im Januar steht der Nordostmonsun voll über der Insel. Er kommt an der Südküste als ablandiger Wind an, von Land aufs Meer, und hält die Wellen von Ahangama, Midigama und Weligama bis weit in den Vormittag glatt. An den beiden besten Riffen, The Rock vor dem Strand von Kabalana und Plantations in Midigama, lohnen sich auf eine Woche fünf von sieben Tagen: Tage mit surfbarer Dünung und einem Wind, der sie nicht zerhackt. Die Bucht von Weligama, Sand statt Riff, kommt auf vier. Die übrigen Tage teilen sich ein zu früh drehender Wind und ein paar zu kleine Morgen.
Das Meer hat 28 °C, ein Lycra gegen die Sonne reicht. Sechs Grad nördlich des Äquators ist der Tag im Januar so lang wie im Juli, du hast also Licht für eine Session am Morgen und eine zweite am späten Nachmittag. Zum Vergleich: die Kanaren liegen im Januar bei 19 °C, Marokko bei 18.
Der Preis dafür ist der Andrang. Der Januar ist Hauptsaison, die Camps sind voll, die Preise hoch, und in der Bucht von Weligama arbeiten die Schulen dicht an dicht. Die erste Januarwoche gehört noch zur Weihnachtsspitze; ab der zweiten wird es spürbar ruhiger.
Welcher Ort, hängt an deinem Niveau und an deinen Abenden. Weligama ist der kürzeste Transfer, zweieinhalb bis drei Stunden vom Flughafen, und der einzige Sandstrand: dort findet eine erste Surfwoche statt. Midigama, eine Viertelstunde westlich, reiht vier Riffe auf zwei Kilometern und hat abends zwei, drei Küchen und sonst nichts. Ahangama, ein paar Minuten weiter, hat The Rock und die lebendigsten Abende der Küste: Rooftops, Cocktailbars zum Sonnenuntergang, Cafés, die früh öffnen. Die Ostküste um Arugam Bay hat bis Mai keine Saison und kommt für eine Januarreise nicht in Frage.

