Surfen in Marokko im Januar

Surfen in Marokko im Januar

Im Januar laufen die Points von Taghazout so verlässlich wie in keinem anderen Monat, und ihre Lineups sind so voll wie nie.

  • Swell
    2,2 m, 12,5 s
  • Wassertemp.
    18 °C
  • Zum Lernen
    Gut

Die Bedingungen im Januar

  • Swell : 2,2 m
  • Periode : 12,5 s
  • Wassertemp. : 18 °C
  • Neoprenanzug : 3/2 mm, 4/3 mm für lange Sessions
  • Lufttemp. : 21 °C
  • Sonnenstunden pro Tag : 7,6 h
  • Regen : 32 mm, 3 Tage
  • Nutzbarer Wind : 57 %
  • Andrang : Hoch
  • Preise : Hoch

Surfen in Marokko im Januar ist der Maßstab, an dem sich der Rest des Jahres misst. Die Tiefs über dem Nordatlantik schicken Dünung mit langer Periode an die Küste nördlich von Agadir, und lange Periode ist das, was eine Felsnase wie Anchor Point zum Laufen bringt: Eine Sommerwelle derselben Höhe würde dort kaum brechen. Rechne am Anchor Point mit vier von sieben Tagen, die sauber sind, also mit surfbarer Dünung und einem Wind, der sie nicht zerhackt. In der Bucht von Imsouane sind es fünf, der beste Wert, den eine Welle des Landes in irgendeinem Monat erreicht.

Bezahlt wird mit Gesellschaft. Andrang und Preise stehen auf ihrem Jahreshoch, die Camps in Taghazout sind Wochen im Voraus voll, und Anchor Point ist an einem guten Morgen voll, kaum dass er bricht. Der Januar verkauft keine leere Welle, er verkauft die sicherste Woche. Wer nur sieben Tage hat und keinen davon an ein flaches Meer verlieren will, zahlt diesen Aufschlag mit offenen Augen.

Das Wasser hat 18 Grad, die Luft tagsüber 21. Mit einem 4/3 hältst du zwei Sessions am Tag durch, und zwischen den beiden wärmt dich die Sonne. Wer im Januar im Warmen surfen will, muss Langstrecke fliegen, etwa nach Sri Lanka; Marokko ist die nahe Wahl, mit Neoprenanzug.

Wo du schläfst, hängt von deinem Level ab. Taghazout liegt an den Points, fünfundvierzig Minuten vom Flughafen Agadir, und hat die Abende: Gemeinschaftscamps, an deren Tisch man allein ankommt und mit einer Gruppe abreist. Tamraght, fünf Kilometer südlich, hat den Sand. Imsouane, neunzig Minuten nördlich, hat die eine lange Welle, und abends das Meer und ein Abendessen. Die Tage sind kurz, gut zehn Stunden Licht, zwei Sessions passen trotzdem hinein.

Lernen im Januar

  • Zum Lernen : Gut

Surfen lernen im Januar geht in Marokko, und zwar in Tamraght und nicht an den Points. Am Banana Beach, der Flussmündung unter dem Dorf, sind vier von sieben Tagen sauber, und Devil's Rock am langen Strand daneben liefert dasselbe. Der Wind ist also nicht das Problem einer ersten Woche. Die Größe ist es, und die Leute: Die Dünung kommt im Januar im Schnitt mit über zwei Metern an, an den großen Tagen ist selbst eine Sandbank für eine erste Stunde zu viel, und am Banana Beach trainieren die Schulen des ganzen Tals, mit Minibussen ab dem späten Vormittag.

Die Woche bekommt dadurch eine Form. Legt die Dünung zu, verlegen die Camps von Tamraght ihre Kurse an Devil's Rock, eine Sandbank mit überwiegend linken Wellen und Ritten von fünfzig bis hundert Metern, auf der es ruhig bleibt, auch wenn sie läuft; bei halber Tide ist sie am besten. Das Wasser hat 18 Grad. Mit einem 4/3 hältst du eine Kursstunde am Vormittag und eine zweite am Nachmittag gut durch, danach beendet die Kälte die Session und nicht die Arme. Die Luft steigt tagsüber auf 21 Grad, umziehen kannst du dich in der Sonne.

Schlaf in Tamraght, fünf Gehminuten vom Sand, mit Camps ab 34 Euro die Nacht. Das Dorf ist ruhig und hat wenige Bars; wer allein reist, findet in Taghazout, zehn Autominuten nördlich, mehr Leute am Abend. Die andere Adresse ist Imsouane, wo La Baie eine lange Rechte durch die ganze Bucht zieht, die Anfänger und Erfahrene auf derselben Welle trägt. Sind deine Daten frei, gibt der April dieselben Strände mit kleinerer Dünung und weniger Leuten. Steht der Januar fest, wird er eine gute Woche, sofern dein Camp nach der Vorhersage fährt und nicht nach dem Stundenplan.

Wohin ein Anfänger im Januar geht

Diese Spots sind das ganze Jahr erreichbar. Was der Monat ändert, ist die Größe der Wellen, nicht der Zugang.

Für erfahrene Surfer

  • Surf : Ausgezeichnet

Für erfahrene Surfer ist der Januar in Taghazout der Monat, an dem man alle anderen misst, und der, in dem man sich jede Welle teilt. Anchor Point liefert vier von sieben Tagen sauber, eine lange Rechte an einer Felsnase, die um Niedrigwasser läuft und sich füllt, sobald sie bricht. Killer Point, Boilers und Hash Point kommen je auf drei. Was ihnen die übrigen Tage nimmt, ist jeweils etwas anderes, und genau das macht die Woche planbar: Killer Point und Boilers verlieren ihre schlechten Tage an den Wind, Hash Point, im Dorf geschützt, an eine zu kleine Dünung.

Daraus ergibt sich die Reihenfolge eines Tages. Ist die Dünung groß und der Wind ruhig, sind die exponierten Points dran, allen voran Killer Point, die schwerste und hohlste Welle der Region, bei jeder Tide, mit zwanzig Minuten Rauspaddeln an einem großen Tag und wenigen Leuten im Lineup. Weht es, liegt Hash Point im Windschatten, zu Fuß vom Dorf erreichbar, mit Einstieg über Felsen. Boilers, zwölf Kilometer Richtung Kap Ghir, bricht über Riff an einem rostenden Wrack vorbei und verlangt jemanden, der ein Riff lesen kann. La Source, eine Riff-Rechte, ist bei auflaufendem Hochwasser die Ausweichwelle, wenn Anchor voll ist.

Die Wahl des Dorfes ist eine Wahl zwischen Weg und Ruhe. In Taghazout gehst du morgens zu Fuß an Hash Point und Anchor Point und bezahlst dafür mit dem vollsten Dorf des Jahres, bei Camps zwischen 21 und 110 Euro die Nacht. Imsouane, neunzig Minuten nördlich, hat Cathedral Point, kürzer und schneller als die Bucht und bei Niedrigwasser hohl, an drei von sieben Tagen sauber; La Baie gibt fünf, falls du einmal lang statt steil willst. Wer den Andrang nicht erträgt, schiebt auf den März: dieselbe Periode, etwas kleinere Dünung, mittlere Preise.

  • Fortgeschritten
  • Könner
  • Experte

Wo du dich einquartierst

Taghazout

Camps in der Region

Zehn Steckbriefe, von den Websites der Betreiber übernommen, veröffentlichte Preise inklusive.

Fragen zum Januar

  • Ist der Januar ein guter Monat zum Surfen in Marokko?

    Ja, für alle, die schon stehen, ist er der Referenzmonat. Lange Atlantikdünung weckt die Felsnasen um Taghazout, Anchor Point läuft an vier Tagen einer Woche sauber, und die Bucht von Imsouane an fünf. Der Haken im Januar sind volle Lineups und Hochsaisonpreise.

  • Wie voll ist Taghazout im Januar?

    So voll wie selten im Jahr. Im Januar sind Andrang und Preise in Taghazout auf dem Maximum, gute Camps sind oft lange vorher ausgebucht, und Anchor Point füllt sich, sobald er bricht. Leerer ist Killer Point, dessen langes Rauspaddeln viele abschreckt.

  • Kann man im Januar in Marokko surfen lernen?

    Ja, am Sand von Tamraght. Banana Beach und Devil's Rock laufen im Januar an vier Tagen einer Woche sauber; schwierig machen es große Wintertage und viele Schulen, nicht der Wind. Ein Camp, das an großen Tagen auf Devil's Rock ausweicht, rettet die Woche.

  • Welchen Neoprenanzug braucht man im Januar in Marokko?

    Einen 4/3. Das Meer vor Taghazout und Tamraght hat im Januar 18 Grad, die Luft tagsüber 21. Ein 3/2 reicht für eine Stunde, für zwei Sessions am Tag oder lange Zeit an den Points hält der dickere Anzug warm.

Woher diese Zahlen stammen

Luft, Regen und Sonne: WMO-/NOAA-Normalwerte 1991-2020. Messstation: Agadir Al Massira, rund zwanzig Kilometer im Landesinneren und im Sommer daher etwas wärmer als die Küste. Swell, Periode und Anteil nutzbaren Windes: Swell Archive und surf-forecast. Wassertemperatur: seatemperature.org und weather-and-climate. Andrang und Preise sind eine redaktionelle Einschätzung, keine Messung.

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