Surfen in Marokko im September

Surfen in Marokko im September

Der September ist die Rückkehr: Die Dünung kommt wieder aus der Ferne, das Wasser hat noch 21 Grad, und die Sommergäste sind abgereist.

  • Swell
    1,5 m, 11 s
  • Wassertemp.
    21 °C
  • Zum Lernen
    Sehr gut

Die Bedingungen im September

  • Swell : 1,5 m
  • Periode : 11 s
  • Wassertemp. : 21 °C
  • Neoprenanzug : Shorty oder 2 mm
  • Lufttemp. : 26 °C
  • Sonnenstunden pro Tag : 7,8 h
  • Regen : 3,7 mm, 1 Tage
  • Nutzbarer Wind : 49 %
  • Andrang : Mittel
  • Preise : Mittel

Surfen in Marokko im September beginnt mit einer Zahl, die man vom Strand aus nicht sieht: der Periode. Sie steigt von acht auf elf Sekunden, und das heißt, die Wellen kommen wieder aus Tiefs weit draußen im Atlantik statt aus dem Wind vor der Küste. Die Höhe folgt, im Schnitt 1,5 Meter, gut doppelt so viel wie im Juni.

Die Points wachen nicht alle gleichzeitig auf. Boilers, das offene Riff Richtung Kap Ghir, und Banana Point in Tamraght kommen auf zwei von sieben Tagen sauber, also mit surfbarer Dünung und einem Wind, der sie nicht zerhackt. Hash Point dagegen, im Dorf geschützt, bleibt bei einem Tag: Er braucht mehr Dünung, als die ersten Herbstzüge bringen, und verliert seine Tage fast alle daran, dass zu wenig ankommt. Am Banana Beach und in der Bucht von Imsouane sind es drei.

Der September ist deshalb der Monat für Fortgeschrittene, die über den Weißwasserstrand hinaus sind, aber die schweren Winterpoints noch nicht wollen. Die Wellen haben wieder Schub, die Sandbänke und die weicheren Points wie Banana Point tragen ihn, und die Lineups sind leer: Mit dem Schulbeginn in Europa fallen Andrang und Preise auf mittel. Das Wasser hat 21 Grad, geregnet wird an einem Tag.

Frankreich und Portugal haben im September ihre beste Zeit, Frankreich bei ebenso warmem Wasser, Portugal bei drei Grad weniger. Wer lieber im Warmen, zu mittleren Preisen und auf leeren Sandbänken besser wird, ist in Marokko richtig.

Lernen im September

  • Zum Lernen : Sehr gut

Wer im September in Imsouane oder Tamraght surfen lernen will, trifft auf warmes Wasser, leere Strände und zum ersten Mal seit dem Frühjahr Wellen mit Schub. Banana Beach und La Baie sind an drei von sieben Tagen sauber. Die Dünung ist zurück, aber noch nicht winterlich groß, und die Sandbänke bekommen genug Energie, dass ein Brett von allein anschiebt. Vorsicht brauchen die Sets: Bei elf Sekunden kommen sie mit mehr Kraft als die Sommerwellen, und ein Tag mit angekündigten zwei Metern gehört auf den Sand und nicht an einen Point.

Imsouane ist im September die interessanteste Wahl für einen Anfänger. La Baie verliert ihre schlechten Tage an den Wind, nie an fehlende Dünung, und an den guten zieht sie eine Rechte durch die ganze Bucht, lang und langsam genug, dass eine einzige Welle zur ganzen Übungsreihe wird. Die Strömungen in der Bucht sind stark, und ein Guide weiß, wo man zurückpaddelt. Früh am Morgen ist sie am ruhigsten, bevor die Tagesausflügler kommen. Wer lieber nahe am Flughafen bleibt, hat am Banana Beach in Tamraght dieselben drei Tage über Sand, bei Hochwasser am besten. Das Wasser hat 21 Grad, die Luft 26.

Imsouane liegt zwei Stunden vom Flughafen Agadir, und die Camps dort kosten ab 59 Euro die Nacht, manche mit Vollpension und Transfer. Das Dorf ist klein, und der Abend besteht aus Meer und Abendessen. Wer mehr Leben will, schläft in Tamraght oder in Taghazout, wo man abends nicht allein bleibt. Sanfter lernt es sich im April und Mai; wärmer als im September und Oktober ist das Wasser zum Lernen nur im August.

Wohin ein Anfänger im September geht

Diese Spots sind das ganze Jahr erreichbar. Was der Monat ändert, ist die Größe der Wellen, nicht der Zugang.

Für erfahrene Surfer

  • Surf : Gut

Für erfahrene Surfer ist der September in Taghazout ein Neustart mit Vorbehalt: Die exponierten Points wachen auf, die schweren noch nicht ganz. Boilers ist an zwei von sieben Tagen sauber, Killer Point, Hash Point und Cathedral Point an je einem. Die Periode ist zurück, aber die Züge sind noch zu klein, um alles zu wecken, und die Felsnasen, die im Winter die Woche tragen, laufen nur an den Tagen einer echten Episode. Der September ist in Marokko ein Monat für Fortgeschrittene, nicht für Experten.

Für die Woche heißt das: Boilers ist der Spot, auf den man schaut, ein exponiertes Riff zwölf Kilometer nördlich Richtung Kap Ghir, das nie zu klein ist und nur am Wind scheitert, mit Strömungen und einem Wrack, an dem die Welle vorbeiläuft. Banana Point in Tamraght kommt ebenfalls auf zwei Tage, eine weichere Rechte für die Tage dazwischen. Hash Point, die geschützte Landzunge am Dorf, ist im September dagegen der falsche Spot zum Warten: An fast sechs von sieben Tagen kommt dort zu wenig Dünung an. Die Lineups sind leer, das Wasser hat 21 Grad, und einen Fullsuit brauchst du noch nicht.

Kannst du den Monat frei wählen und willst die Points, nimm den Oktober oder den November. Willst du die ersten Herbstwellen ohne Menge und zu mittleren Preisen, ist der September richtig. Schlaf in Taghazout, Camps ab 21 Euro die Nacht, zwölf Kilometer von Boilers und zu Fuß an Hash Point, der an den Tagen läuft, an denen eine größere Dünung durchkommt. Die Luft hat 26 Grad, geregnet wird an einem Tag, und mit rund zwölfeinhalb Stunden Licht reicht der Tag für eine Session am Morgen und eine am Abend.

  • Fortgeschritten

Wo du dich einquartierst

Imsouane

Camps in der Region

Zehn Steckbriefe, von den Websites der Betreiber übernommen, veröffentlichte Preise inklusive.

Fragen zum September

  • Kommt im September die Dünung nach Marokko zurück?

    Ja. Im September steigt die Periode vor Taghazout wieder auf elf Sekunden und die mittlere Höhe auf 1,5 Meter. Zuerst wachen die exponierten Spots auf: Boilers und Banana Point kommen auf zwei saubere Tage pro Woche, Hash Point bleibt bei einem.

  • Für welches Level ist der September in Marokko?

    Vor allem für Fortgeschrittene. Die Wellen am Sand von Tamraght und in der Bucht von Imsouane haben im September wieder Kraft, die schweren Points von Taghazout laufen aber erst an wenigen Tagen. Anfänger kommen gut zurecht, sollten große Tage aber am Strand verbringen.

  • Wie warm ist das Wasser in Marokko im September?

    21 Grad, kaum weniger als im August. An der Küste von Taghazout bis Imsouane reicht im September ein 3/2, und keine Session endet, weil dir kalt wird. Die Luft hat tagsüber 26 Grad.

  • Ist Imsouane im September gut zum Surfenlernen?

    Ja. La Baie ist im September an drei Tagen einer Woche sauber und verliert schlechte Tage nur an den Wind. Die lange Rechte durch die Bucht trägt auch Anfänger; die Strömungen sind stark, ein Guide ist sinnvoll. Camps in Imsouane beginnen bei 59 Euro.

Woher diese Zahlen stammen

Luft, Regen und Sonne: WMO-/NOAA-Normalwerte 1991-2020. Messstation: Agadir Al Massira, rund zwanzig Kilometer im Landesinneren und im Sommer daher etwas wärmer als die Küste. Swell, Periode und Anteil nutzbaren Windes: Swell Archive und surf-forecast. Wassertemperatur: seatemperature.org und weather-and-climate. Andrang und Preise sind eine redaktionelle Einschätzung, keine Messung.

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