Surfen in Marokko im Februar

Surfen in Marokko im Februar

Der Februar bringt dieselbe Dünung wie der Januar ins kälteste Wasser des marokkanischen Jahres, und die Frage der Woche ist, wie lange du darin bleibst.

  • Swell
    2,2 m, 12,5 s
  • Wassertemp.
    17 °C
  • Zum Lernen
    Gut

Die Bedingungen im Februar

  • Swell : 2,2 m
  • Periode : 12,5 s
  • Wassertemp. : 17 °C
  • Neoprenanzug : 3/2 mm, 4/3 mm für lange Sessions
  • Lufttemp. : 22 °C
  • Sonnenstunden pro Tag : 8 h
  • Regen : 28,6 mm, 3 Tage
  • Nutzbarer Wind : 57 %
  • Andrang : Hoch
  • Preise : Hoch

Marokko im Februar heißt 17 Grad Wasser, das Jahresminimum und ein Grad weniger als im Januar. An der Dünung ändert sich wenig: Sie kommt mit derselben langen Periode aus dem Nordatlantik, und Anchor Point wie die Bucht von Imsouane sind an vier von sieben Tagen sauber, also mit surfbarer Dünung und einem Wind, der sie nicht zerhackt. An Wellen fehlt es der Woche nicht.

Ein Grad klingt nach nichts. Im Wasser entscheidet es, wie eine Session endet. Bei 17 Grad ist ein 4/3 die vernünftige Wahl, Füßlinge sind an windigen Tagen keine Übertreibung, und nach etwa zwei Stunden hört man auf, weil die Hände steif werden, während die Sets weiterlaufen. Zwei kürzere Sessions am Tag bringen deshalb mehr Wellen als eine lange. Die Luft hilft dabei: 22 Grad am Nachmittag und acht Sonnenstunden, nach der Session stehst du in der Sonne statt im Wind.

Wer im Februar nicht frieren will, muss weit fliegen: Selbst die Kanaren sind nur ein Grad wärmer, richtig warm wird es erst in den Tropen. Für eine Woche an dieser Küste heißt das, den dicken Anzug einzupacken und die Sessions kurz zu halten.

Andrang und Preise bleiben hoch, aber die Weihnachtswochen sind vorbei, und die Camps haben wieder hier und da ein Bett frei. Taghazout ist für einen Februar an den Points die logische Basis: zu Fuß an Hash Point, zehn Minuten mit dem Shuttle zu den übrigen Spots, fünfundvierzig Minuten vom Flughafen. Tamraght liegt fünf Kilometer südlich und näher am Sand, Imsouane anderthalb Stunden nördlich an der Bucht, die ihre schlechten Tage nie an zu kleine Dünung verliert.

Lernen im Februar

  • Zum Lernen : Gut

Als Anfänger im Februar nach Marokko zu fahren kostet vor allem Wärme: Am Sand von Tamraght läuft es gut, aber 17 Grad Wasser verkürzen jede Stunde, die du darin übst. Banana Beach und Devil's Rock sind an vier von sieben Tagen sauber, so oft wie im Januar, und was einer ersten Woche im Weg steht, ist wieder nicht der Wind. Es sind die großen Wintertage, an denen selbst der Sand zu viel wird, die Schulen, die sich am Banana Beach sammeln, und die Temperatur. Wer lernt, steht viel im Weißwasser und läuft zurück, bewegt sich weniger als jemand, der draußen paddelt, und kühlt schneller aus.

Das verändert die Woche mehr als jede Vorhersage. Plane zwei Kurseinheiten von neunzig Minuten statt einer langen, und frag vor der Buchung, welche Anzüge das Camp verleiht: Bei 17 Grad macht ein dicker 4/3 mit Füßlingen den Unterschied zwischen einer zweiten Session und einem Nachmittag im Handtuch. Zwischen den Einheiten wärmt die Sonne, acht Stunden am Tag, und die Luft steigt auf 22 Grad. Devil's Rock ist die Welle der großen Tage, eine Sandbank mit linken Ritten von fünfzig bis hundert Metern, auf die die Camps ausweichen, wenn Banana Beach zu wild wird.

Schlafen kannst du in Tamraght ab 34 Euro die Nacht, fünf Minuten zu Fuß vom Strand. Imsouane ist die Alternative für eine längere Welle: La Baie ist im Februar ebenfalls an vier von sieben Tagen sauber, sanft genug für ein Longboard, und die frühe Session ist dort die ruhige, bevor die Tagesausflügler aus Taghazout ankommen. Bist du frei in der Wahl, nimm einen Monat mit wärmerem Wasser und weniger Leuten, April oder Mai. Steht der Februar fest, wird er eine gute Woche, wenn du jeden Tag in zwei kurze Sessions teilst.

Wohin ein Anfänger im Februar geht

Diese Spots sind das ganze Jahr erreichbar. Was der Monat ändert, ist die Größe der Wellen, nicht der Zugang.

Für erfahrene Surfer

  • Surf : Ausgezeichnet

Wer schon surft, bekommt im Februar in Taghazout den Januar ohne die Weihnachtswochen, im kältesten Wasser des Jahres. Anchor Point bleibt bei vier von sieben Tagen, Hash Point und Boilers bei drei, Killer Point fällt auf zwei, und Cathedral Point in Imsouane kommt auf drei. Die Periode ist lang, die Points laufen also gleichzeitig statt nacheinander, und welcher es wird, entscheidet an den meisten Morgen der Wind: Killer Point verliert seine schlechten Tage an ihn, Hash Point im Dorf fast nie, dafür an eine Dünung, die zu klein ankommt.

Die 17 Grad sind für einen Könner eine Frage der Dauer. Das Rauspaddeln zu Killer Point dauert an großen Tagen zwanzig Minuten, und eine Session von drei Stunden in einem dünnen Anzug endet in steifen Händen; mit 4/3 und Füßlingen bleibst du draußen, solange die Sets kommen. Anchor Point läuft um Niedrigwasser und füllt sich, sobald er bricht. La Source, eine Riff-Rechte mit einer zweiten Linken, läuft bei Hochwasser und ist selten voll. Damit teilt sich der Tag von selbst in zwei Tiden und zwei Spots.

Schlaf in Taghazout, zu Fuß von Hash Point und Anchor Point, mit Camps ab 21 Euro die Nacht, oder zahl mehr für ein Haus an der Landzunge. Der Andrang ist hoch, aber nicht mehr auf der Weihnachtsspitze. Wer den Februar mit dem März abwägt: Der März bringt etwas kleinere Dünung bei derselben Periode, ein Grad wärmeres Wasser und mittlere Preise, und die exponierten Points geben dort etwas früher nach. Für eine sichere Woche an den Felsnasen bleibt der Februar vorn, wenn du den Anzug dafür mitbringst.

  • Fortgeschritten
  • Könner
  • Experte

Wo du dich einquartierst

Taghazout

Camps in der Region

Zehn Steckbriefe, von den Websites der Betreiber übernommen, veröffentlichte Preise inklusive.

Fragen zum Februar

  • Wie kalt ist das Wasser in Marokko im Februar?

    17 Grad, der niedrigste Wert des Jahres an der Küste von Taghazout bis Imsouane. Nimm einen 4/3 und für windige Tage Füßlinge mit; nach rund zwei Stunden setzt meist die Kälte der Session ein Ende, nicht die Dünung. Die Luft erreicht im Februar tagsüber 22 Grad.

  • Ist der Februar in Marokko so gut wie der Januar?

    An Wellen fast gleich. Anchor Point in Taghazout und La Baie in Imsouane geben im Februar je vier saubere Tage pro Woche, Killer Point etwas weniger als im Januar. Anders sind das um ein Grad kältere Wasser und das Ende der Weihnachtswochen.

  • Lohnt sich eine Anfängerwoche in Tamraght im Februar?

    Ja, wenn du die Kälte einplanst. Die Sandbänke von Tamraght laufen im Februar an vier Tagen einer Woche sauber, aber 17 Grad Wasser verkürzen jede Übungseinheit. Zwei Kurse von neunzig Minuten und ein dicker Leihanzug mit Füßlingen machen daraus eine gute Woche.

  • Wo ist das Wasser im Februar wärmer als in Marokko?

    Nicht in der Nähe. Die Kanaren haben im Februar 18 Grad, einen mehr als die Küste von Taghazout; richtig warmes Wasser gibt es erst mit Langstreckenflug, in Sri Lanka bei 28 Grad. Wer bei Marokko bleibt, nimmt einen 4/3 und Füßlinge mit.

Woher diese Zahlen stammen

Luft, Regen und Sonne: WMO-/NOAA-Normalwerte 1991-2020. Messstation: Agadir Al Massira, rund zwanzig Kilometer im Landesinneren und im Sommer daher etwas wärmer als die Küste. Swell, Periode und Anteil nutzbaren Windes: Swell Archive und surf-forecast. Wassertemperatur: seatemperature.org und weather-and-climate. Andrang und Preise sind eine redaktionelle Einschätzung, keine Messung.

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